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    Monitorbildschirm

    Beim Sound Editing handelt es sich einfach ausgedrückt um den Tonschnitt. Dies ist bei professionellen Filmen und anderen Entertainmentprodukten wie Computerspielen heute üblich. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten um zu guten Ergebnissen zu gelangen. So kann ein Sound Editor sowohl auf eigene, vorhandene Sounds, zurückgreifen, (Ein guter Sound Editor verfügt über sogenannte Sound Libraries mit zehntausenden unterschiedlichen Sounds.) oder er verwendet die am Filmset original aufgenommen Sounds. Der Sound Editor liefert dabei eine Arbeit ab, die am Ende Teil des finalen Sound Mixing sein wird, welches auch Mastern genannt wird. Für den Sound Editor selbst gibt es dabei jedoch noch weitere Unterteilungen. Ab einer gewissen Größe eines Projektes sind für die einzelnen Unterteilungen unterschiedliche Sound Editoren beschäftigt. Man unterscheidet wie folgt:

    Dialog: Hier sorgt der Sound Editor für den perfekten Sprachklang. Der Sound Editor hat verschiedene Möglichkeiten um die Sprache zu bearbeiten, wie z.B. Analogen/Digitalen Form (Equalizer Q, Compressor, etc.) oder durch ADR (Automated Dialog Replacement). ADR kommt dann zum Einsatz, wenn die Dialogaufnahme am Filmset nicht zufriedenstellend vorliegt und sie auch durch die Nachbearbeitung nicht verwendbar wäre. In so einem Fall müssen die Dialoge von den Schauspielern in einem Tonstudio nachträglich eingesprochen werden und dann passend eingefügt werden.

    Mischpult

    Atmo: Die Atmo übernimmt die vielleicht unauffälligste Rolle im Tonkonzept eines Films und hat dennoch eine sehr starke Auswirkung. Jede einzelne Szene wird mit einer Atmo untermalt und diese gibt dem Film mehr Raum. Die Atmo setzt die nötigen subtilen Akzente, um das Erzählen der Geschichte zu unterstützen. In einer Küche kann die Atmo das beständige Surren des Kühlschranks sein, verbunden mit dem entfernten Straßenlärm der durch die Fenster dringt. In einem Restaurant ist es das unverständliche Gemurmel der Gäste im Hintergrund und das Klirren des Geschirrs. Durch die Atmo wird erst glaubwürdig gemacht, dass es sich bei der jeweiligen Szene um eine tatsächliche Situation aus dem Leben handelt und nicht einfach nur um ein abgeriegeltes Filmset, auf dem während der Drehzeiten absolute Stille herrscht. Absolute Stille gibt es nicht. Selbst wenn Stille dargestellt werden soll, ist es eine Stille, die zu hören ist und für die eine eigene Atmo eingesetzt wurde.

    Musik: Bei der Musik (die dem Sound Editor bereits vor Beginn seiner Arbeit vollständig vorliegt) geht es um den richtigen Einsatz der Musik. Der Sound Editor muss entscheiden, welche Passagen eignen sich für eine musikalische Untermalung, welche Stellen sollten lieber ohne Musik auskommen und wann und wie kommt es zum Zusammenspiel zwischen Musik, Atmo, Sound Effekten oder Dialog.



    Membrane

    Sound Effekte: Alle Töne und Geräusche die in einem Film zu hören sind und bei denen es sich nicht um Dialog oder Musik handelt, werden als Sound Effekte bezeichnet. Dabei kann es sich um dezent eingefügte Schritte handeln oder um so etwas auffälliges wie eine Explosion. Ein Sound Editor muss immer sehr genau abwägen, wie er seine Sounds bearbeitet, so dass sie für den Rezipienten so natürlich klingen, dass diesem gar nicht erst der Gedanke kommt, dass es sich nicht um den Originalsound handeln könnte. Mitunter werden Sound Editoren sehr kreativ bei der Erstellung von Sound Effekten und schaffen manchmal sogar Trends, die dann von anderen Sound Editoren weiter verfolgt werden.

    Das Gesamtziel ist es, dass der Rezipient alle Sounds und Dialoge als natürlich wahrnimmt und dadurch völlig in die künstlich geschaffene Welt eintauchen kann. Mehr als andere Departments ist der Ton dafür verantwortlich, den Rezipienten in eine leichte Trance zu versetzten, wobei Musik, Dialog und Sound Effekte dafür sorgen, dass er im ständigen Fluss dieses Zusammenspiels die diegetische Welt als echt wahrnimmt, welche ihn über die gesamte Laufzeit des Films, konstant mit neuen Reizen versorgt. Um dies zu leisten arbeiten die Sound Editoren mit bestimmten Programmen, bei denen Pro Tools und Nuendo den Industriestandard bilden. Diese Programme können mit diversen Plug Ins erweitert werden. Je größer das Projekt sich gestaltet, umso mehr Sound Editoren werden benötigt um die vielfältigen Aufgabengebiete professionell auszufüllen.



    Papier

    Foley: Der Foley-Artist beschäftigt sich hauptsächlich mit den Alltagsgeräuschen. Dabei stammen die wahrgenommenen Geräusche nicht unbedingt von den Gegenständen, welche auch im Bild zu sehen sind. Dies kann man am Beispiel von Regen verdeutlichen. Um die Geräusche aufzuzeichnen, welche Regen macht, kann man natürlich einerseits ins Freie gehen und den Regen selbst aufnehmen. Man könnte aber ebenso das Geräusch von Fett in einer sich erhitzenden Pfanne aufnehmen. Der richtige Weg ist der, bei dem die Illusion der künstlich gezeigten Welt am besten wirkt. Der Foley-Artist achtet auch auf das Zusammenspiel der Töne. Wenn eine Person sich im Film oder in einem Videospiel bewegt, dann sind nicht nur die Schritte zu hören, sondern auch die Kleidung. Dadurch erhält jedes Projekt seinen eigenen, individuellen Sound, welcher dementsprechend auch immer wieder invididuell erstellt werden muss.